Achtsam im Regen: Eine Einladung zur Präsenz

Der Regen kann ein wunderbarer Lehrer für Achtsamkeit sein. Oft nehmen wir ihn als Störfaktor wahr, doch birgt er großes Potenzial, uns in den gegenwärtigen Moment zu bringen. In diesem Beitrag geben wir Anregungen, wie der Regen als Tor zur Achtsamkeit genutzt werden kann.

Den Regen mit allen Sinnen wahrnehmen

Statt vor dem Regen zu fliehen, kann man bewusst einen Spaziergang im Regen machen. Nimm dir einen Moment Zeit, um den Regen bewusst zu erleben. Höre aufmerksam dem Prasseln der Tropfen zu. Beobachten Sie, wie sie auf den Boden fallen und kleine Pfützen bilden. Atme tief ein und nimm den frischen Duft der feuchten Erde wahr. Spüre die kühle, feuchte Luft auf der Haut.

Betrachte den Regen als Symbol für die Vergänglichkeit aller Dinge. So wie Regenwolken kommen und gehen, sind auch unsere Gedanken und Gefühle in ständigem Wandel. Lass negative Emotionen wie Regentropfen an dir abperlen und erinnere dich: Auch dieser Moment wird vorübergehen.

Die RAIN-Meditation praktizieren

Die RAIN-Meditation, entwickelt von Michele McDonald und weiterentwickelt von Tara Brach, ist eine wertvolle Praxis für schwierige Emotionen. Die Schritte sind:

1. Recognize (Erkennen): Nimm wahr, was gerade in einem vorgeht.

2. Allow (Zulassen): Lasse die Erfahrung zu, einfach da zu sein.

3. Investigate (Erforschen): Untersuche deine Gefühle und Gedanken mit Neugier.

4. Nurture (Nähren): Begegne dir selbst mit Mitgefühl und Fürsorge.

Indem wir den Regen achtsam wahrnehmen, können wir eine tiefere Verbindung zu uns selbst und zur Natur herstellen. Nutze die nächste Regenphase als Gelegenheit, um innezuhalten, durchzuatmen und ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Der Regen lädt uns ein, das Leben in seiner ganzen Fülle zu erfahren – jeden Tropfen, jeden Moment.

Quellen

Webseiten:

Bilder:

Regentropfen an einer Scheibe

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